Naturpark statt Windpark


Naturpark statt Windpark
Petition ↓
Landschaft
Wir sind Bürgerinnen und Bürger aus den Gemeinden des Naturpark Lauenburgische Seen. Es erschreckt und empört uns, dass die Landesregierung mit dem Regionalplan Planungsraum III zum Thema Windenergie an Land in unserem Naturpark große Vorranggebiete für Windenergie ausgewiesen hat. Nach diesen Plänen könnten allein auf den Flächen zwischen Schmilau, Horst, Sterley und Salem (ca. 470 ha) bis zu 40 Windräder errichtet werden. Ein Albtraum!
Im Jahre 2016 hatten der Lauenburgische Kreistag wie auch einige Gemeinden einstimmig beschlossen, dass es im Naturpark Lauenburgische Seen keine Windräder geben soll. Wie kann es sein, dass die Argumente von damals heute nicht mehr gelten?
Unser Naturpark ist einer der ältesten und wertvollsten in der Bundesrepublik. Seine kleinräumige und vielfältige Landschaft ist geprägt von alten Wäldern, zahlreichen Mooren, wertvollen Biotopen und 40 traumhaft schönen Seen. Er bietet Einheimischen und Gästen einen einzigartigen Lebens- und Erholungsraum.
Hier leben Seeadler, Milane, viele an-
dere Greifvögel, Störche und ungezählte Singvögel. Der heimische Kranich er-
reicht im Naturpark die höchste Dichte
seiner Brutplätze. Schwärme skandina-
vischer Kraniche, Singschwäne und Wild-gänse machen Rast auf ihren Zugrouten.
„Ziel der Naturparke ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt zu sichern sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft zu erhalten“ heißt es im Landesnaturschutzgesetz. In eklatantem Widerspruch dazu steht die Planung der Windenergieanlagen. Sie werden das einzigartige Landschaftsbild zerstören und die Wertschätzung und das Heimatgefühl seiner Bürger mindern. Mitten im Naturpark soll eine weithin sichtbare Industrieanlage entstehen – der Ruin für Mensch und Natur.
Dagegen wehren wir uns!
Natur
Das soll nun ein Ende haben? Nein,
wir wehren uns mit aller Kraft dagegen!
Windenergieanlagen (WEA) zerstören diese Landschaft. Um die 40 WEA, jede in der Höhe des Hamburger Fernsehturms,
wirken sich verheerend aus! Hier soll der Naturpark zu einem Industriegebiet werden! Ohne Rücksicht auf die Bevölkerung und die Besucher. Die Anlagen werden um 260 m hoch sein und weithin sichtbar. Ein unfassbar massiver Eingriff in diese Landschaft!
Es gibt keine Rücksicht auf diesen besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der heimische Kranich erreicht
genau hier die höchste Dichte seiner Brutplätze. Schwärme skandinavischer Kraniche ziehen auf einer der bedeutendsten
Vogelzugrouten, die hier über dieses Gebiet führt. Mit ihnen: Sing- und Zwergschwäne, Gänse, Störche, Greif- und
zahllose Singvögel.
Das Grüne Band, der ökologisch wertvolle Streifen quer durch Deutschland, ist zum Greifen nah gelegen, wie auch das Biosphärenreservat Schaalseelandschaft. Sie bieten wertvollste Vogelschutzgebiete von internationaler Bedeutung - doch der Vogelschutz wird durch die geplanten
Windenergieanlagen absurd. Eine Hauptzugrichtung des herbstlichen Vogelzugs aus dem Schaalseeraum erfolgt nach Westen. Genau dort erwarten die Zugvögel bald rund
40 riesige Rotoren. Das Gebiet des Zweckverbandes Schaalsee-landschaft ist ebenfalls betroffen. Verbandsflächen, die dem Naturschutz gewidmet sind, liegen nahe den WEA. Millionen Euro Bundesmittel sind bisher in das Projekt geflossen, das auf erfolgreiche Naturschutzarbeit im Einklang mit der Bevölkerung zurückblickt.1
1) https://nationale-naturlandschaften.de/galerien/naturpark-lauenburgische-seen



